Thermische Nachverbrennung am inert geführten Conti-Prozess in einem Durchschubofen

Die Fa. Birk liefert eine Thermische Nachverbrennung / thermische Abgasreinigung an einen Kunden aus dem Bereich der Rohstoff-Technologie im Batterie-Sektor im europäischen Ausland. Die Nachverbrennung/Abgasreinigung wurde ausgelegt für einen Rohgasmassenstrom von ca. 16,5 kg/h aus den inertisierten Abgasen des vorgeschalteten Wärmebehandlungsprozesses im Durchschubofen.

Die Anlage verfügt über eine spezielle Ausgestaltung der Rohgaszuführung, um diese Rohrleitungsführung für den vorgeschalteten Wärmebehandlungsprozess, wie auch für den Abgasreinigungsprozess prozessoptimiert auszugestalten. Durch die spezifische Rohrleitungsführung konnten die verschiedenen Abgas-Entnahmestellen an der Wärmebehandlungsanlage über ein zentrale Sammelleitung zusammengefasst und somit gleichzeitig den eingeschränkten Platzverhältnissen des Kunden am Aufstellungsort gerecht werden. Die aktive Beheizung und Isolation dieser Rohrleitungsführung kann die prozessbedingt erforderliche hohe  Temperaturkonstanz der Rohgasstelle von der Entnahmestelle zur Abgasreinigung gewährleisten und zusätzlich auch die Wartungs- und Reinigungszyklen an dieser Anlagenkomponente minimieren.

Um den hohen kundenseitigen Anforderungen an Betriebssicherheit und Anlagenverfügbarkeit gerecht zu werden, sind zahlreiche Anlagenkomponenten nach den hohen Standards der SIL-Klassifizierung ausgeführt, was einen hohen Schutz der Mitarbeiter, wie auch eine hohe Stabilität des Prozesses gewährleistet. Aufgrund der hohen Temperaturwechsel am Aufstellungsort des Anlagenbetreibers im Hinblick auf die jeweiligen Jahreszeiten erfolgt insbesondere im Winter eine aktive Zuheizung zum Anlagenbetriebsmedium Verbrennungsluft der Feuerungsanlage, um eine Auskondensation der Luftfeuchte aufgrund eines hohen Temperaturunterschiedes und somit event. Folgestörungen/-schäden hieraus, wie Anlagenausfälle oder Korrosion, zu vermeiden/vermindern. Um den ebenfalls hohen Anforderungen an die Geräuschemissionsminderung gerecht zu werden, ist die Nachverbrennungsanlage mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket zur Schallreduzierung ausgerüstet, welches u.a. auch die Schallminderung an den Ventilatoren einschließt. Diese Maßnahmen gewährleisten eine Gesamtgeräuschemission an der Thermischen Nachverbrennungsanlage , die die behördlichen Vorschriften übertrifft. Die Anlage verfügt über einen vollflächigen Blechmantel über der Außenisolation im gesamten Bereich des Brennkammer. Dieser ist vollflächig anlagenfarben lackiert ausgeführt und verleiht der Anlage neben der Schutzfunktion zusätzlich eine edle Optik.

Der gesamte Lieferumfang umfasste ebenso die Rohgaszu-/abführung, eine Bühnenkonstruktion zur Platzierung der TNV-Anlage  nebenstehend der Industrie-Ofenanlage, wie auch Teilbereiche der Reingasableitung mittels Industrie-Reingas-Fördereinheit. Die Anlage ist als Kompaktausführung erstellt, wodurch diese nahezu betriebsfertig, d.h. elektrisch und mechanisch vorinstalliert, ausgeliefert wurde, sodass die gesamte Installation inkl. der Inbetriebnahme zur Produktionsreife dieser "Großanlage" in einem kleinen Zeitfenster von wenigen Arbeitstagen realisiert werden konnte. Die gesamten Steuerungs‐, Regelungs‐ und Überwachungsfunktionen der Anlage übernimmt eine Siemens fehlersichere S7F-Steuerung, die mit einer bedienerfreundlichen Visualisierung mit Touchfunktion ausgerüstet wurde.

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